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Deutsch2018-06-28T09:55:43+00:00

Fachbereich Deutsch

Anforderungen an den gymnasialen Deutschunterricht in den Klassenstufen 5 und 6

Der Deutschunterricht in Klasse 5 wird an Unterrichtsinhalte und Methoden der Grundschule anknüpfen und die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich an die erweiterten Anforderungen am Gymnasium (z.B. selbstständigeres Arbeiten, komplexere Inhalte, schnelleres Arbeitstempo) heranführen. Dabei ergeben sich im Vergleich zur Grundschule ggf. folgende Änderungen, auf die sich die Schülerinnen und Schüler zum Teil vorbereiten können:

Allgemeines

  • Arbeit am Computer (zum Teil auch bei Hausaufgaben)
  • Arbeit mit Nachschlagewerken (möglichst kein Schülerduden)
  • Schnelleres Schreiben erforderlich
  • Fehlerfreies Vorlesen (in allen Fächern wichtig)

Rechtschreibung

  • Keine geübten Diktate als Klassenarbeit
  • Anwendung von Rechtschreibregeln
  • Suche nach individuellen Fehlerschwerpunkten / gezieltes Üben
  • Rechtschreibung fließt auch bei Aufsätzen in die Bewertung ein

Grammatik

  • Systematische Erweiterung der in der Grundschule vermittelten Elementargrammatik am Anfang von Klasse 5 (erforderlich auch für den Fremdsprachenunterricht)
  • Ausschließliche Verwendung von Fachtermini

Schreiben

  • Aufsätze (informierendes und gestalterisches Schreiben) werden von den Schülerinnen und Schülern bei Klassenarbeiten nicht vorgeschrieben (sollte auch bei Hausaufgaben so geübt werden)
  • Schwerpunkt liegt auf informierendem Schreiben (stärkere Abstraktion erforderlich)
  • Methodik des Schreibens (Struktur / Aufbau) steht stärker im Vordergrund (z.B. Erstellen von Schreibplänen)
  • Texte werden überarbeitet (z.B. in Schreibkonferenzen)

Umgang mit Texten

  • Erarbeitung eines Jugendbuches (eventuell auch umfangreicher, z.B. Harry Potter)
  • Anfertigung von Lesetagebüchern / selbstständiges Erarbeiten
  • Schülerinnen und Schüler sollten gut und relativ schnell lesen können
  • Produktions- und handlungsorientierte Aufgabenstellungen

Sprechen

  • Mündliche Beteiligung wird stark bewertet (ca. 50% der Gesamtnote)
  • Kommunikations- und Gesprächsregeln werden erarbeitet und angewendet
  • Arbeitsergebnisse werden in Form von Kurzreferaten vor der Klasse präsentiert

.

Merkblatt Zitieren

Herausgeber: Fachgruppe Deutsch, Gymnasium Oesede

  1. Jedes wörtlich übernommene Zitat muss durch Anführungszeichen kenntlich gemacht werden; Zitate müssen exakt mit dem Original übereinstimmen, selbst bei Rechtschreib-, Grammatik- oder Zeichensetzungsfehlern des Originals.
  2. Wörtliche Rede oder Zitate im Zitat werden durch halbe Anführungszeichen gekennzeichnet. Bsp.: „Er erwiderte: ,Ohne mich!’ Danach verließ er die Wohnung“ ( Z.3 f.).
  3. Die Fundstelle wird in runden Klammern (ggf. nach der bibliographischen Angabe) direkt nach dem Zitat angeführt. Dabei sind folgende Abkürzungen geläufig:
    • (S.5, Z.3) = Das Zitat befindet sich auf der Seite 5 in der dritten Zeile.
    • (Z.4 f.)       = Das Zitat befindet sich in den Zeilen 4 und 5.
    • (Z.4-6)       = Das Zitat befindet sich in den Zeilen 4, 5 und 6.
    • (Z.4;6)       = Das Zitat befindet sich in den Zeilen 4 und 6.
    • (Z.4 ff.)     = Das Zitat befindet sich ab Zeile 4 in den folgenden Zeilen (in der Regel bis zum Ende des Textes).
  4. Auch die sinngemäße Übernahme von Textstellen muss als indirektes Zitat durch Angabe der Fundstelle [Beispiel: (S.24, Z.11) oder (vgl. S.24, Z.11)] gekennzeichnet werden.
  5. Zitate werden in der Regel in den eigenen Fließtext integriert und nicht eingeklammert.Längere Zitate werden optisch abgesetzt (Empfehlung: Rand links vom übrigen Text = 2cm, Rand rechts vom übrigen Text = 2cm; einzeilige Setzung statt 1,5zeilige Setzung, Blocksatz). Kürzere Zitate bis zu einer Zeile können kursiv hervorgehoben werden.
  1. Hinzufügungen in Zitaten werden in eckige Klammern gesetzt. Auslassungen werden durch drei Punkte in eckigen Klammern […] gekennzeichnet.               Sollte man aus syntaktischen /grammatischen Gründen gezwungen sein, die Wortstellung oder Endungen von Wörtern stark zu verändern, ist es besser, sinngemäß zu zitieren.
  2. Bei Beendigung des Zitates mit einem Komma oder Semikolon wird das betreffende Zeichen nicht in die Anführungen gesetzt; bei Beendigung mit einem Punkt steht dieser nicht in der Anführung, sofern noch eine Angabe in Klammer folgt; bei Beendigung mit einem Ausrufe- oder Fragezeichen steht das betreffende Zeichen immer innerhalb der Anführung.

.

Merkblatt Korrekturschlüssel und -hilfen

R
Rechtschreibfehler

Z

Zeichensetzungsfehler
Gr
Grammatikfehler
M
Modus (erst ab Klasse 7)
Sb
Satzbaufehler
A
Ausdrucksfehler
St
Wort/Wörter umstellen
(mit Markierung im Text)
Bz
Beziehungsfehler
Wh
Wiederholung
Stil
Stil
ugs.
umgangssprachlich
s.o.
Fehlerwiederholung
W
Lexik(falsches Wort)
Zit.
Falsche Zitiertechnik

.

Alle Fehler, die mit einem solchen Kürzel am Rand bezeichnet sind, werden zunächst einfach durchnummeriert. Kommentare am Rand, die kein solches Kürzel enthalten, werden nicht berichtigt.

In der Berichtigung wird die Fehlernummer am Rand wieder notiert. Das korrigierte Wort oder die korrigierte Textpassage wird zusätzlich unterstrichen.

Sinnvolle Berichtigung, z.B. von R- und Z-Fehlern:.

  • Ableitungen bilden
  • Regeln bei Z-Fehlern formulieren

Fehler im Ausdrucksbereich sind im ganzen Satz (ggf. sinnvoll gekürzt) zu korrigieren.

Weiterführende Informationen

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