>>Richtiges Lernen – Abhängig von Tageszeit und Lernumgebung?

Richtiges Lernen – Abhängig von Tageszeit und Lernumgebung?

Ein Bericht aus dem Seminarfach „Lernen“

von Vanessa Hüls (Q2)

Sich mit den Lernunterlagen auf das Sofa chillen, nebenbei mit Freunden chatten und hoffen, dass das Gelernte im Kopf hängen bleibt? So einfach geht es dann doch nicht. Mit ein wenig Vorbereitung auf das Lernen und den folgenden Tipps, wird die Lerneffizienz jedoch deutlich gesteigert.

Die Lernumgebung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lernqualität und die Effizienz. Daher sollte man wissen, wie man seine Lernumgebung verbessern kann und was absolute NoGo’s sind. Wichtig ist ein großer und ordentlicher Schreibtisch mit viel Stauraum für Lernutensilien. Das Lernen im Bett oder auf dem Sofa hemmt dagegen die Lerneffizienz, da das Gehirn mit diesen Orten Ruhe und Gelassenheit verbindet. Um es trotzdem beim Lernen gemütlich zu haben, ist ein bequemer Schreibtischstuhl sehr wichtig, denn auch beim Lernen sollte man sich wohlfühlen. Des Weiteren sollte eine Schreibtischlampe am Schreibtisch für eine ausreichende Beleuchtung sorgen. Ideal wäre es den Schreibtisch unter einem Fenster zu positionieren, denn Tageslicht macht wach. Wer längere Zeit mit dem Computer lernt, sollte die Bildschirmhelligkeit dimmen, denn ein zu heller Bildschirm macht die Augen müde. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, sich unerreichbar zu machen. Am besten sollte man sein Smartphone ausschalten, denn wer nebenbei noch Whatsapp-Nachrichten schreibt, kann sich nicht richtig auf das Lernen konzentrieren.

Neben der richtigen Lernumgebung, hängt die Effizienz des Lernens auch von der passenden Tageszeit ab. Forscher haben bewiesen, dass der Mensch im Durchschnitt zwei Hochphasen pro Tag, was die Konzentration angeht, hat. Die erste am Vormittag zwischen 9 und 11 Uhr und die zweite am frühen Abend zwischen 16 und 18 Uhr. Dennoch ist jeder Mensch unterschiedlich und hat individuelle Hochphasen. Falls ihr in diesen Zeitspannen keine Zeit zum Lernen habt, gibt es noch einen zweiten Tipp: Lernen in den Randstunden. Konkret bedeutet das, entweder morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafengehen zu lernen. Damit hat man konkrete Zeitpunkte zum Lernen, weil es entweder die erste oder die letzte Aufgabe am Tag ist. Ein Grund hierfür ist, dass man sich Dinge, die man kurz bevor dem Schlafengehen durchliest, besser einprägen kann und während des Schlafens verinnerlicht und lernt. Außerdem ist die Versuchung  andere Dinge zu tun früh am Morgen und spät am Abend deutlich geringer als mitten am Nachmittag. Somit kann man mit mehr Ruhe und weniger Unterbrechungen lernen.

Wenn diese beiden Aspekte befolgt werden, sollte sich die Lerneffizienz deutlich steigern und sich ein besseres Lerngefühl einstellen.

Von | 2018-03-16T06:55:10+00:00 März 16th, 2018|