
Lernen über Grenzen hinweg: Erasmus+ Projekt in Terneuzen
Anfang Dezember 2
025 hat sich eine kleine Schülerinnengruppe im Rahmen der Projektarbeit des Seminarfaches Kultur auf den Weg in die Niederlande begeben. Die Idee: ein Besuch der Partnerschule in Terneuzen, um unter verschiedenen Gesichtspunkten (Schulsystem, Schulgemeinschaft, Inklusion u.a.) in den Austausch mit Schülerinnen und Schülern sowie mit Lehrkräften des Lodewijk-Colleges in Kontakt zu kommen.
Ein Vergleich zwischen dem Lodewijk College in Terneuzen und dem Gymnasium Oesede zeigt sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten im Schulalltag. Am Lodewijk College organisieren die Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag stärker selbst und Ordnung sowie Eigenverantwortung durch kostenfreie Spinde, Handyaufbewahrung und viele Aufenthaltsmöglichkeiten stehen im Vordergrund. Im Unterricht wird vermehrt eigenständiges Arbeiten und Vortragen erwartet, zudem entspricht die schriftliche Leistung direkt der Zeugnisnote. Das Gymnasium Oesede legt hingegen einen stärkeren Fokus auf mündliche Mitarbeit und das Unterrichtsgespräch, bietet ein breites Angebot an schulischen Veranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften und bezieht auch Arbeits- und Sozialverhalten in die Bewertung ein.
Die Einbindung des Gymnasium Oesede in das Erasmus+ Programm machte die Begegnung mit unserer Partnerschule in Terneuzen erst möglich. Die Fahrt erwies sich insgesamt als sehr bereichernd und gelungen. Trotz eines engen Zeitfensters und organisatorischer Herausforderungen – insbesondere durch die Klausurenphase und eingeschränkten Unterrichts – ermöglichte der Aufenthalt wertvolle Einblicke in den Schulalltag vor Ort sowie einen intensiven Austausch mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Die herzliche Aufnahme, die Unterstützung durch Lehrkräfte und den Schülerrat sowie die gemeinsame Arbeit an Interviews und Unterrichtsbesuchen trugen maßgeblich zum positiven Gesamteindruck bei.
Für zukünftige Erasmus+-Projekte bietet die Erfahrung eine gute Grundlage, um Zeitplanung, Themenfindung und Kommunikation weiter zu optimieren und die Partnerschaft nachhaltig zu stärken, etwa durch den geplanten Gegenbesuch im kommenden Sommer.
Text: Seminarfach Kultur, N. Denno
Fotos: N. Witte
