Ausstellung des Kunst-LKs:

„Hör zu, wenn ich schrei“ in der Villa Stahmer

Am 26.10.2025 um 15.30 Uhr wurde die Werkschau des Kunst-Leistungskurses der Q2 in der Villa Stahmer feierlich eröffnet. Zu Beginn der Veranstaltung sprach Christoph Ruthemeyer, stellvertretender Bürgermeister von Georgsmarienhütte, einleitende Worte. Er betonte dabei die besondere Bedeutung von Kunst und Kultur, insbesondere für junge Menschen.

Im Anschluss hielt Dr. Inge Becher, Leiterin der Villa Stahmer, einen kurzen Vortrag, in dem sie die positiven Auswirkungen künstlerischer Betätigung hervorhob. Ihr sei die Unterstützung junger Künstlerinnen und Künstler ein wichtiges Anliegen, da Kreativität eine besondere und förderungswürdige Fähigkeit darstelle.

Anschließend informierte Katrin Balßen, die Kunstlehrerin des Leistungskurses, die Gäste über die Vorgaben des Niedersächsisches Kultusministerium (NKM), die verbindlich für die Unterrichtsinhalte der Oberstufe und das Abitur im Fach Kunst sind. Sie gab Einblicke in die Themen der drei Halbjahre sowie in die besonderen Herausforderungen dieser Vorbereitungszeit.

Daraufhin stellten die Schülerinnen des Kurses die Künstler sowie deren Werke – Gemälde oder Plastiken – aus den einzelnen Halbjahren vor. Zu jedem Künstler bearbeitete der Kurs zahlreiche Vorübungen zu unterschiedlichen Techniken, darunter grafisches Zeichnen, Aquarell- und Acrylmalerei, Radierung sowie plastisches Gestalten. Den Abschluss bildete jeweils eine kreative Langzeitaufgabe, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums umgesetzt werden musste. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind zusammen mit den jeweiligen Aufgabenstellungen in der Ausstellung zu sehen.

Da viele der vom NKM vorgegebenen Werke die Themen Gewalt und Krieg behandeln, entschied sich der Leistungskurs für eine inhaltliche Fokussierung auf die Darstellung von „Gewalt in Beziehungen“ und verweist damit auf die steigende Zahl von Femiziden in Deutschland. Katrin Balßen erläuterte, dass zahlreiche klassische Bildthemen – etwa die Laokoon-Gruppe, Rubens’ „Decius Mus“ oder Picassos Radierung „Minotauromachie“ – Gewalt und Krieg thematisieren und als zeitlose bildnerische Mahnungen zu verstehen seien.

Der Bezug zur Gegenwart sei nach wie vor gegeben, betonte die Schülerin Lisa Wiltmann aus dem Kurs. Die Ausstellung solle daher ein klares Statement gegen Gewalt, insbesondere gegen Gewalt an Frauen, setzen. Der Titel „Hör zu, wenn ich schrei“ ist ein leicht verändertes Zitat aus einem Lied der Band Provinz.

Text: Jule Heuer

Fotos: Jule Heuer, Katrin Balßen