Lehrerfortbildung in Benalmádena: Sonne, Strand und ganz viel mehr!
Ein Erfahrungsbericht von Stefanie Ludewigt
Ein Erfahrungsbericht von Stefanie deKurz vor Beginn der Sommerferien durfte ich mich – dank de
r Erasmus+ Akkreditierung unserer Schule und einer netten Kollegin, die mich auf die Fortbildung aufmerksam gemacht hatte, – aufmachen zu einer zweiwöchigen Lehrerfortbildung nach Benalmádena, einem Küstenort an der Costa del Sol, unweit der andalusischen Provinzhauptstadt Málaga.
Um am Montag pünktlich zum Kurs erscheinen zu können, musste ich bereits am Sonntag anreisen. Zunächst einmal war ich positiv überrascht von meiner Unterkunft, die ich über die Sprachschule gebucht hatte: Zentrale Lage und Balkon mit Meerblick. Den Sonntag nutzte ich, um den Ort kennenzulernen und mich an die Hitze des spanischen Sommers zu gewöhnen.
Der Fortbildungsort Benalmádena
Der Ort, der aus drei Teilen besteht, ist noch relativ beschaulich, obwohl er (auch touristisch) einiges zu bieten hat. Die Altstadt (Benalmádena Pueblo) ist eines der für Andalusien typischen weißen Dörfer mit bunten Blumentöpfen an den Hauswänden und dem Castillo de Colomares das zwischen 1987–1994 als Denkmal zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus erbaut wurde.
Der Stadtteil Arroyo de la Miel, ist heute das eigentliche Stadtzentrum, und das touristische Zentrum ist Benalmádena Costa, wo sich die Strände und der Yachthafen befinden.
Sprachschule und Fortbildungsprogramm
Die Fortbildung fand an der Sprachschule Maravillas statt, die neben Lehrerfortbildungen vor allem Spanisch- aber auch Englischkurse auf allen Niveaustufen und angepasst an unterschiedliche Teilnehmeranbietet. Der Unterricht fand in modern ausgestatteten Räumen statt.
Gemeinsam mit einer Kollegin aus Tschechien absolvierte ich ein abwechslungsreiches und intensives Programm von Montag bis Freitag jeweils von 9 Uhr bis 13:30. Ungewohnt waren dabei die Unterrichtseinheiten von 120 Minuten, die besonders bei den steigenden Temperaturen während der zweiten Hälfte des Vormittags manchmal zu einer echten Herausforderung wurden.
Neben Hospitationen in unterschiedlichen Spanischlerngruppen mit Jugendlichen und Erwachsenen und bei unterschiedlichen Kollegen, in denen wir immer auch direkt eingebunden waren, standen verschiedene Workshops zu Didaktik und Methodik sowie Kultur und Geschichte Spaniens auf dem Programm. Darüber hinaus entwickelten wir gemeinsam mit den Lehrkräften der Sprachschule eigene Unterrichtseinheiten und führten diese mit den Lernenden durch.
In der zweiten Woche wirkten wir zudem bei der Durchführung der Einstufungstests für die neu angereisten Sprachschüler mit und unterstützten die Lehrkräfte bei der Bestimmung des passenden Kursniveaus, indem wir die Ergebnisse des schriftlichen Tests und der Interviews der Teilnehmenden abglichen.

Ein weiterer Bestandteil der Fortbildung war die Mitarbeit bei der Durchführung des offiziellen DELE-Prüfungen, die unter anderem für die Beantragung der dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung in Spanien – für nicht EU-Bürger – Voraussetzung ist. Dies bot einen authentischen Einblick in offizielle Prüfungsformate und deren Durchführung, zumal wir auch Zeugen eines Täuschungsversuchs durch einen Teilnehmer wurden und miterlebten, wie damit umgegangen wird.
Internationaler Austausch
Der internationale Austausch stellte einen wichtigen Teil der Fortbildung dar. In der Sprachschule begegnete ich Lehrkräften und Teilnehmern aus vielen verschiedenen Ländern, darunter Frankreich, Polen, Tschechien, Japan, den USA und Mexiko. Der fachliche und persönliche Austausch über Unterrichtspraxis, Schulsysteme und Lehr- sowie Lernbedingungen war äußerst bereichernd.
Kulturelles Rahmenprogramm
Neben dem Unterricht organisierte die Schule auch ein begleitendes Kulturprogramm. Dazu gehörten Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, wie zum Beispiel in das weiße Dorf Mijas oder den beliebten Touristenort Fuengirola sowie Ganztagesexkursionen an den Wochenenden nach Ronda, Granada oder Córdoba. Auch Ausflüge nach Málaga organisierte die Schule. Doch die sehr gute Zugverbindung von Benalmádena aus erlaubte es, auch mal ganz spontan nach Málaga zu fahren.
Fazit

Sonnenverwöhnt kehrte ich nach zwei Wochen in einen verregneten Sommer heim, mit vielen neuen Eindrücken, einem Rucksack voller Bücher und einem USB-Stick voll mit Links und Materialien, die auf ihren Einsatz im Unterricht des kommenden Schuljahres warteten.
Eine Fortbildung oder ein Sprachaufenthalt im Ausland zu machen, ist eine wertvolle Erfahrung und jedem zu empfehlen. Das Eintauchen in eine andere Lebenswelt eröffnet neue Perspektiven und verändert den Blick auf den (Schul)-Alltag in Deutschland.













