Mit der letzten Sekunde auf Platz 1
Teams der Roboter-AG erfolgreich beim Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad

Foto: Team-Coach und AG-Leiter Markus Hoffmeier freut sich gemeinsam mit den erfolgreichen Teams „Robolution 1“ und „Robolution 2“. Oben von links: Lennart Nordheider, Fiete Herkenhoff, Max und Paul Schirmbeck. Unten von links: Tarik Katran, Moritz Tibbe und Julian Sierp.
Drei Wertungsläufe hatten die beiden Teams der Roboter-AG des Gymnasiums Oesede beim Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad am Samstag, dem 6. Juni 2026, in der BBS Brinkstraße zu absolvieren. Die Entscheidung über die höchste Tageswertung fiel dabei tatsächlich erst im allerletzten Wertungslauf – und in der allerletzten Sekunde.
Die Teams der Roboter-AG traten in der Wettbewerbskategorie „Starter“ an. In dieser Kategorie ist zwar keine Qualifikation für das Deutschlandfinale möglich, dennoch müssen die Roboter – ähnlich wie in der Kategorie „RoboMission“ – auf einem drei Quadratmeter großen Parcours verschiedene Aufgaben lösen: etwa Objekte transportieren oder diese nach Größe und Farbe sortieren.
„Im ersten Halbjahr des Schuljahres haben wir uns in der AG mit den Grundlagen der Roboterkonstruktion und -programmierung beschäftigt. Nach dem Tag der offenen Tür sind wir dann in die Wettbewerbsvorbereitung eingestiegen“, erklärt Team-Coach und AG-Leiter Markus Hoffmeier. Beide Bereiche, also Konstruktion und Programmierung, seien von den insgesamt zwölf Teams der Roboter-AG von Woche zu Woche weiterentwickelt und verbessert worden.
„Wir wären deshalb am liebsten mit allen Teams der AG beim Regionalwettbewerb angetreten. Leider war das finanziell nicht zu stemmen“, bedauert Hoffmeier mit Blick auf die vergleichsweise hohen Teilnahmegebühren. In Absprache mit den AG-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern wurde daher ein AG-interner Vorentscheid durchgeführt, der auf denselben Regeln wie der eigentliche Wettbewerb beruhte. Auf diese Weise wurden die beiden besten Teams ausgewählt und für den Wettbewerb angemeldet.
Am Wettbewerbstag selbst mussten die „Robolution“-Teams des Gymnasiums Oesede nicht nur zeigen, dass sie ihre Roboter durch Konstruktion und Programmierung gut auf die Aufgaben vorbereitet hatten. Zusätzlich mussten sie auf eine Überraschungsaufgabe reagieren, die erst bei der allgemeinen Begrüßung bekannt gegeben wurde und die bestehenden Regeln noch ergänzte.
Ab 9 Uhr starteten die Teams in einen eng getakteten Zeitplan. Zwischen Testläufen, Wertungsläufen und kurzen Phasen zur Anpassung von Roboter und Programm blieb oft nur wenig Zeit, um sich am vielfältig ausgestatteten Versorgungsstand mit Getränken, Obst, Gemüse und frischen Brötchen zu stärken.
Erfolg und Ernüchterung wechselten sich im Verlauf des Tages immer wieder ab – bis das Team „Robolution 2“, das sogar mit kurzfristig angefertigten Teamshirts angetreten war, zum letzten Wertungslauf der letzten Wettbewerbsphase antrat. Viele der programmierten Roboteraktionen funktionierten innerhalb der vorgegebenen drei Minuten, einige allerdings auch nicht. Wenige Sekunden vor Ende der Zeit wurde schließlich das letzte Paket abgeliefert. Nun musste der Roboter nur noch rechtzeitig in den Startbereich zurückkehren.
Der Schiedsrichter zählte bereits laut den Countdown: „Drei, zwei, eins …“ Genau in diesem Moment erreichte der Roboter den Zielbereich. Das lautstarke „Stopp!“ des Oeseder Teams war noch nicht ganz verhallt, da brandeten bereits Jubel und Applaus auf. Noch war unklar, wie hoch die Punktzahl ausfallen würde – doch es deutete sich bereits an, dass es die beste Wertung des Tages sein könnte.
Kurze Zeit später stand fest: Das Team „Robolution 2“ erreichte mit 235 von 280 möglichen Punkten die höchste Tageswertung und erhielt mit drei Sternen die Auszeichnung „Experte“ auf der Urkunde. Auch „Robolution 1“ zeigte eine starke Leistung und verfehlte die 80-Prozent-Grenze nur knapp. Das Team durfte sich dennoch über wohlverdiente zwei Sterne und die Auszeichnung „Fortgeschrittener“ freuen.
Die Roboter-AG blickt nun gespannt auf die letzten Wochen des Schuljahres, die ganz im Zeichen individueller Projekte stehen werden. Im neuen Schuljahr freut sich die AG außerdem auf neuen „Nachwuchs“ aus dem bisherigen Jahrgang 5.
Text und Fotos: M. Hoffmeier









