¡Vamos a España! Mehr als Vokabeln: Spanisch hautnah erleben

Sprachreise nach Benalmádena – Spanien

Vom 30. September bis zum 7. Oktober 2026 reisten Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs, die das Fach Spanisch belegen, nach Benalmádena, einem Küstenort in der Nähe von Málaga. Dort besuchten sie eine Sprachschule und nahmen an einem abwechslungsreichen Programm teil, das neben dem Sprachunterricht zahlreiche kulturelle Aktivitäten und Ausflüge umfasste.

Am 30. September fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen Düsseldorf und stiegen dort in ein Flugzeug, das uns nach Málaga brachte. Von dort ging es weiter nach Benalmádena zur Sprachschule. Dort angekommen, wurden wir unseren spanischen Gastfamilien zugeteilt.

Am nächsten Morgen wurden wir in der Sprachschule entsprechend unseren Spanischkenntnissen in verschiedene Lerngruppen eingeteilt. Anschließend hatten wir drei Stunden Spanischunterricht, der abwechslungsreich und spielerisch gestaltet war. Nach dem Mittagessen nahmen wir an einem Flamencokurs teil, bei dem wir viel Spaß hatten und einen unmittelbaren Einblick in die Kultur Andalusiens erhielten. Olé!

Im Anschluss daran zeigte uns eine unserer spanischen Lehrerinnen Benalmádena. Der Ort ist wirklich schön: Überall gibt es Palmen, weiße Häuser in verwinkelten Straßen und Gassen sowie einen weitläufigen Sandstrand.

Am Freitagmorgen wurde ein Teil des Sprachunterrichts auf den lokalen Markt verlegt. Dort mussten wir unsere Spanischkenntnisse direkt anwenden, um verschiedene kleine Aufgaben zu lösen. Am Nachmittag fuhren wir gemeinsam mit dem Zug nach Málaga und besichtigten dort bei sommerlicher Hitze ein römisches Theater und eine maurische Festung. Die Führung fand natürlich auf Spanisch statt, damit wir unsere Sprachkenntnisse weiter verbessern konnten. Da uns in Málaga nur wenig Freizeit blieb, beschlossen viele von uns, die Stadt während unseres Aufenthalts in Spanien noch einmal auf eigene Faust zu besuchen.

Unser Mittagessen nahmen wir übrigens immer in der Sprachschule ein, wo ein Koch die Mahlzeiten frisch zubereitete. Abends aßen wir gemeinsam mit unseren Gastfamilien.

Am Samstag fuhren wir mit einem Reisebus nach Córdoba, um uns dort verschiedene Sehenswürdigkeiten anzuschauen, darunter einen traditionellen Innenhof, eine Synagoge und die berühmte Mezquita-Catedral de Córdoba. Die Besichtigungen waren wirklich beeindruckend, und es war sehr interessant, einen so geschichtsträchtigen Ort unmittelbar erleben zu können. Anschließend hatten wir noch etwas Zeit, Córdoba auf eigene Faust zu erkunden, bevor es zurück nach Benalmádena ging. Am Abend kehrten wir, erschöpft von dem langen Tag und den vielen neuen Eindrücken, zu unseren Gastfamilien zurück.

Am Sonntag hatten wir den ganzen Tag Freizeit. Viele von uns nutzten die Gelegenheit, um noch einmal an den Strand zu gehen, nach Málaga oder zum nahe gelegenen Einkaufszentrum „Plaza Mayor“ zu fahren oder einfach durch die Geschäfte in Benalmádena zu bummeln.

Am Montag wollten wir den Nachmittag nach dem Sprachunterricht und dem Mittagessen mit Sport und Spielen am Strand verbringen. Gemeinsam mit einer Trainerin, die einen Trolley voller Bälle, Seile und weiterer Spielmaterialien mitbrachte, machten wir uns auf den Weg zum Strand in Richtung Yachthafen. Dort angekommen, begann es allerdings zu regnen – und leider hörte es auch nicht mehr auf. Zum Glück gab es am Yachthafen zahlreiche Geschäfte und Cafés, in denen wir uns vor dem Regen schützen konnten. Nach etwa einer Stunde machten wir uns schließlich in kleineren Gruppen auf den Rückweg in Richtung Innenstadt. Den Abend verbrachten wir wieder bei unseren Gastfamilien.

Am Dienstag stand ein Kochkurs auf dem Programm, bei dem wir gemeinsam eine traditionelle spanische Paella zubereiteten, die wir anschließend natürlich auch probieren durften. Das war wirklich lecker! Am Nachmittag fuhren viele von uns noch einmal mit unseren Lehrkräften nach Málaga, um dort gemütlich in einem Café zu sitzen oder einkaufen zu gehen.

Am Mittwoch mussten wir sehr früh aufstehen, denn leider stand bereits die Heimreise an. Wir flogen zurück nach Düsseldorf und fuhren von dort mit dem Zug weiter nach Osnabrück.

Insgesamt war die Sprachreise für uns ein spannendes, schönes und ereignisreiches Erlebnis. Wir hatten viele Gelegenheiten, mit Muttersprachlern Spanisch zu sprechen, und konnten uns außerdem über größtenteils sommerliches Wetter freuen. Für diejenigen von uns, die erst seit der elften Klasse Spanisch lernen, bot die Reise eine hervorragende Möglichkeit, die spanische Sprache im Alltag zu erleben, sich an ihren Klang zu gewöhnen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Wer bereits seit der sechsten Klasse Spanischunterricht hat, konnte die Gelegenheit nutzen, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und die eigenen Sprachkenntnisse weiter auszubauen.

Besonders hilfreich war, dass die Sprachschule den Unterricht und das Programm an unsere unterschiedlichen Sprachniveaus anpasste und so alle individuell gefördert werden konnten. Nicht zuletzt hat uns die gemeinsame Zeit als Gruppe enger zusammengebracht. Wir konnten uns untereinander besser kennenlernen, neue Freundschaften schließen und viele schöne Erinnerungen sammeln.

Eine Reise, die uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Text: Jule Heuer (11K2), S. Ludewigt

Fotos: privat